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Info 5/21
Wegweiser im Wald mit einem Rollstuhlsymbol.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wollte man die Beiträge im aktuellen Newsletter unter einem Titel zusammenfassen, so könnte der wohl „Zugang zu Museen“ lauten. Denn neben der Untersuchung zu möglichen Zugängen in bayerische Museumssammlungen aus der ehemaligen DDR steht zuerst der barrierefreie, mithin der analoge Zugang in die Museen im Zentrum der Aufmerksamkeit, direkt gefolgt von einem Bericht zur digitalen Barrierefreiheit, einem Thema, das immer noch sehr im Hintergrund steht. Zumal Barrierefreiheit meist zu Unrecht auf die bauliche und analoge Barrierefreiheit reduziert wird. Zudem wenden wir uns mit dem digitalen Storytelling einer Vermittlungs-Technik zu, die sich schon seit Jahren als sehr erfolgreich erwiesen hat.  

Da bleibt mir nur eine interessante Lektüre zu wünschen, soll doch möglichst vielen Menschen ein leichter wie vielgestaltiger Zugang zu Kunst und Kultur in den Museen verschafft werden.  

Ihr Dirk Blübaum

AKTUELLES & TIPPS
MuseumsPraxis: Umgang mit audiovisuellen Medien
Der Umgang mit historischen und neueren audiovisuellen Medien sowie Tondokumenten im Kontext der Erfassung, Inventarisierung und Ausstellungspräsentation stellt sowohl eine technische wie auch inhaltliche Herausforderung in der Museumsarbeit dar. Die Fortbildung am 2. Juli 2021 widmet sich dem gesamten Themenspektrum und gibt wertvolle Hinweise zur Vermeidung von Fallstricken (u.  a. mit Arbeitshilfe/Checkliste).
Provenienzforschung: DDR und SBZ
In dem neuen Kooperationsprojekt mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste zur Untersuchung kritischer Provenienzen aus der SBZ und der DDR soll die Ankaufspraxis bayerischer Händler und Museen zwischen 1945 und 1990 in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR erkundet werden. Mit der Initiierung dieses Forschungsprojektes zählt der Freistaat Bayern zu einem der ersten alten Bundesländern, die sich der Aufklärung dieser Fragen zuwendet. Zur Erhebung erster Fallzahlen führt die Landesstelle daher bis zum 15. September 2021 eine Online-Umfrage in den bayerischen nichtstaatlichen Museen durch.
INKLUSION
Außenansicht vom Kempten-Museum im Zumsteinhaus
Reisen für Alle
Als Teil des Aktionsplans „Bayern barrierefrei 2023“ wurde das nationale Kennzeichensystem „Reisen für Alle“ mit dem Ziel eingeführt, Urlaub für Familien mit Kleinkindern, Menschen mit Behinderung oder Reisende höheren Alters attraktiver zu machen. Barrierefreie Angebote für Menschen mit Mobilitäts- und/oder Aktivitätseinschränkungen im Bereich der Kultur, der Hotellerie oder der Gastronomie können durch die Bayern Tourismus Marketing zertifiziert und bundesweit zugänglich gemacht werden. Wie Barrierefreiheit als ein touristischer Mehrwert für alle Gäste erkannt und als Maßnahme erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurde, zeigen das Allgäu ART Hotel und das Kempten-Museum in einem Video.
Digital Accessibility Summit
Wie sieht es mit der digitalen Barrierefreiheit in Deutschland aus? Welche guten Beispiele gibt es im Bereich der digitalen Bildung und warum ist Barrierefreiheit ein Mehrwert für Unternehmen? Was bedeutet barrierefreies Gaming und wie funktioniert inklusive Medienarbeit? Am 20. Mai 2021 laden die Staatsministerin und Digitalisierungsbeauftragte Dorothee Bär und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel zu einer virtuellen Veranstaltung, um diese Fragen zu diskutieren.
DIGITALES & CO.
App des Monats
Am 9. Mai jährte sich der Geburtstag von Sophie Scholl zum 100. Mal. Aus diesem Anlass finden aktuell zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen wie Online-Vorträge, Performances oder die Instagram-Serie @IchBinSophieScholl statt, die an die junge Widerstandskämpferin erinnern. Eine App rund um das Thema der Weißen Rose wurde ebenfalls kürzlich veröffentlicht und nun von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als App des Monats Mai ausgezeichnet. Sie wurde zusammen mit der LMU, der Weiße Rose Stiftung e.V. und der Landesstelle von zwei Studierenden der LMU entwickelt und mit dem Baukastensystem fabulApp umgesetzt.
Screenshot vom Play Store
DigiTraining - Förderung
Das Projekt DigiTraining, Digital & Audiovisual Capacity Building for Accessible Heritage hat eine Ausschreibung gestartet, die sich explizit an kleine und mittelgroße Museen sowie Organisationen des materiellen oder immateriellen Kulturerbes richtet. Hierbei werden bis zu 60 Organisationen ausgewählt, deren Mitarbeiter*innen an Trainings- und Schulungseinheiten (englischsprachig) teilnehmen können, um gezielt den Aufbau von digitalen Kompetenzen zu fördern. Kofinanziert wird das Projekt vom Programm „Kreatives Europa“ der Europäischen Union. Bewerbungen sind bis 31. Mai möglich.
Storytelling Festival
Den ganzen Mai über sind Kurator*innen, Kommunikations- und Social-Media-Fachleute, Museumspädagog*innen, Studierende und alle Interessierten eingeladen, Werkzeuge und Techniken zur Erstellung digitaler Storys zu entdecken, sich von Kulturerbe-Sammlungen aus der ganzen Welt inspirieren zu lassen und an Tutorials von Experten aus dem Kulturbereich teilzunehmen. Das Digital Storytelling Festival gibt die Möglichkeit, eigene Ideen in die Praxis umzusetzen und Feedback von einer professionellen Jury und einem internationalen Publikum zu erhalten. Die Online-Veranstaltung wird u.a. von der Europeana und The Heritage Lab organisiert.
FÖRDERUNG

Mentoring-Programm

Das Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“ des Deutschen Kulturrates bietet seit 2017 ein Mentoring-Programm für Frauen an, die eine Führungsposition im Kultur- und Medienbereich anstreben und auf mindestens zehn Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Ziele des Programms sind strategische Karriereberatung, praxisbezogene Unterstützung, die Verortung der Mentees in der Kultur-Community sowie der Aufbau eines – möglichst fortbestehenden – Alumni-Netzwerkes. Bewerbungsschluss für die 5. Runde des Mentoring-Programmes (Start im September) ist der 31. Mai 2021.

Kulturelle Vermittlung

Das Förderprogramm „Kulturelle Vermittlung“ wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Gefördert werden strukturbildende, in die Fläche übertragbare Modellprojekte, die zu mehr Diversität bei Personal, Programm und Publikum von Kultureinrichtungen beitragen können. Ziel ist es, künftig mehr Menschen zu erreichen, die bisher kaum oder gar keine kulturellen Angebote nutzen. Förderanträge können ab sofort bis zum 31. August 2021 bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eingereicht werden.
Herausgeber:
Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Alter Hof 2, 80331 München
Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern ist dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Bayern zugeordnet. Die Landesstelle wird vertreten durch ihren Leiter, Dr. Dirk Blübaum.
Tel. +49 89/2101400
E-Mail: landesstelle@blfd.bayern.de
www.museen-in-bayern.de
USt-ID: DE 811335517


Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. Dirk Blübaum, Anschrift siehe oben

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