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Info 12/20
Liebe Kolleg*innen, 

auch so kurz vor Weihnachten bestimmt weiter ein Thema unseren Newsletter: Corona und damit die Digitalisierung von Museen – immer mehr wird auch die Digitalisierung des Museumsbesuchs. Noch geht es vorranging um die Frage, wie Exponate auf den Webseiten der Museen organisiert und wie diese Informationen inklusiv angeboten werden können, immer stärker aber rückt auch die Frage in den Blickpunkt, wie es mit dem Museum nach Corona weitergehen wird. Weder wird Corona mit einem Schlag vorbei sein, noch werden in Zukunft die erfolgreich eingeführten digitalen Angebote wieder verschwinden. Spannende Fragen, deren Beantwortung sich auch die Landesstelle annimmt. Auch wenn es in diesem Jahr schwerfällt, ich wünsche allen Leser*innen eine besinnliche Weihnacht und Gesundheit 

Ihr Dirk Blübaum
AKTUELLES & TIPPS
Bildung und Vermittlung im Museum gestalten – ein neuer Leitfaden
Der Deutsche Museumsbund e.V. und der Bundesverband Museumspädagogik e.V. haben in Kooperation mit lab.bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen – einen neuen Leitfaden herausgegeben. Seit der Veröffentlichung des ersten Leitfadens haben sich die Leitgedanken sowie die Verortung der Museumspädagogik verändert. Sie wird zunehmend als ein Teil der grundlegenden Kommunikations- und Managementaufgaben im Museum verstanden. Der aktuelle Leitfaden stellt daher die Frage, wie Bildungs- und Vermittlungsarbeit unter den neuen Maßgaben gelingen kann und bietet Anregungen, die Bildungsarbeit in Museen fortzuentwickeln und weiter zu professionalisieren. Auf der Webseite des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V. steht der Leitfaden bereits in digitaler Form zur Verfügung.
Organisation eines Online-Museumsbesuchs
Seitdem die Museen aufgrund der Pandemiesituation erneut schließen mussten, laufen die Planung und Ideenfindung der Museumsmitarbeiter, ein ansprechendes digitales Angebot auf die Beine zu stellen, auf Hochtouren. Unterstützung gibt hier das Team Digitale Kultur der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mit ihrer Handreichung zur Umsetzung eines Online-Museumsbesuchs in wenigen Schritten.
„mobile first!“ – Google-Suche berücksichtigt nur noch mobil optimierte Webseiten
Google ändert ab März 2021 seinen Such-Algorithmus und wird neben bekannten Kriterien wie beispielsweise die Wortanalyse, der Kontextbezug, das Ranking nützlicher Seiten, die Performance sowie die Verwendung von Sicherheitzertifikaten (HTTPS), auch die Optimierung für Mobilgeräte beurteilen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig eine digitale Strategie auch für kleine und mittlere Museen ist. Wer nun Interesse am Content-Management-System BYSEUM der Landesstelle zur Umsetzung einer eigenen Museumswebseite hat, kann sich an Sybille Greisinger wenden.
DIGITALES & CO.
Videos der „EDV-Tage digital“ sind online
Die Vorträge der EDV-Tage digital zum Thema „Digitalisierung von Kulturgut“ vom 17. September 2020 sind nun inklusive Diskussion online auf der Webseite der Tagung verfügbar. Wir hatten sehr viel positive Resonanz zu den Inhalten sowie dem Angebot eines kompletten Livestreams erhalten. Insgesamt hatten sich über 200 Teilnehmer angemeldet und es konnten 600 Einzelabrufe während des Livestreamings verzeichnet werden.
Podcast zur Musealisierung
„Von Fluch und Segen der Musealisierung“. So heißt der Podcast von Lorenz Storch, der in der Mediathek des BR zu finden ist und die Musealisierung von historischen Orten thematisiert. Bayern besitzt schon jetzt rund 1300 Museen und kürzlich kam im Nürnberger Justizpalast das Memorium Nürnberger Prozesse hinzu. Im Interview äußern sich Axel Fischer (Memorium Nürnberger Prozesse), Barbara Richter-Zeiniger (Vorsitzende des Schwurgerichts), Friedrich Weitner (Justizsprecher Nürnberg), Dirk Blübaum (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern) und Barbara Habel (Museumskoordination Landkreis Tirschenreuth) zu den Voraussetzungen, Problemen, Argumenten für und gegen eine Museumsneugründung.
FINANZIELLE FÖRDERUNG
DFG-Programm „Digitalisierung und Erschließung“
In dem Förderprogramm können öffentlich getragene Einrichtungen Mittel für die Digitalisierung und/oder Erschließung von für die Wissenschaft relevanten Beständen beantragen. Voraussetzung ist die dauerhafte Bereitstellung der Erschließungsdaten und Digitalisate im Open Access. Im September wurde das Programm umgestaltet und es ist nun möglich, Anträge für die Digitalisierung und/oder Erschließung sämtlicher für die Forschung relevanter Objekte (dreidimensional, Video-/Tonaufnahmen, born digital usw.) zu stellen. Es richtet sich somit nun auch ausdrücklich an Museen und soll nicht zuletzt einen Beitrag zur Erschließung und überregionalen Zugänglichmachung von musealen Beständen leisten. Da es für viele Materialien bisher kaum etablierte Digitalisierungs- und Erschließungsverfahren und Metadatenstandards gibt, ist die Entwicklung von Qualitätskriterien und Standards für die Digitalisierung und Erschließung unterschiedlicher Objektarten ein weiterer Schwerpunkt des Programms.
Corona-Novemberhilfe
Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat November 2020 bietet eine weitere zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. 
Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5000,- Euro beantragen. Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat.
Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden.
Infodesk Corona
Der Infodesk EU-Kulturförderung informiert in der Coronakrise über zusätzliche Förderungen der EU und Maßnahmen zur Unterstützung des deutschen Kultur- und Kreativsektors in und über die Coronakrise hinaus. Im Mittelpunkt stehen u.a. aktuelle Maßnahmen der EU zur Unterstützung des Kultur- und Kreativsektors, Wiederaufbaumittel der EU mit Bezug zum Kultur- und Kreativsektor, Ausblick zur EU-Kulturförderung nach 2020. Der Infodesk wird mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft gefördert und erweitert damit das Informationsangebot des CED KULTUR.
ZAHLEN & STATISTIK
Umfrage zur Nutzung von Forschungsdaten
Die Konsortialinitiative NFDI4Objects ermittelt gemeinsam mit dem DASV e.V. die Bedarfe und Interessen von Forscher*innen und Praktiker*innen an das Management von Forschungsdaten. Insbesondere die Zielgruppe der Volontär*innen, Auszubildende und Personen, die sich in der Fort- bzw. Weiterbildung befinden, sowie Studierende sollen aktuell erreicht werden. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) ist eine Initiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), mit der Datenbestände aus Wissenschaft und Forschung systematisch erschlossen, nachhaltig gesichert und zugänglich gemacht sowie (inter-)national vernetzt werden. Ziel der Erhebung ist, mithilfe der Antworten bereits vor einer Förderphase nutzer*innenorientierte Qualifizierungsangebote zu entwickeln.
Veröffentlichung des 2. ICOM-Berichts
Die COVID-19-Pandemie betrifft nach wie vor kulturelle Einrichtungen auf der ganzen Welt. Der erste Bericht wurde im Mai 2020 veröffentlicht und im September wurde eine zweite globale Umfrage zu den kurz- und langfristigen Auswirkungen auf den Museumssektor gestartet. Der ICOM Follow-up report „Museums, Museum professionals and COVID-19“ analysiert fast 900 Antworten von Museen und Museumsfachleuten aus fünf Kontinenten. Die Fragen bezogen sich teilweise auf die vorangegangene Umfrage und auf die fortschreitende Wiedereröffnung, nicht aber auf die erneuten Schließungen in Folge der zweiten Welle, da die Umfrage nur bis zum 18. Oktober lief.
Herausgeber:
Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Alter Hof 2, 80331 München
Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern ist dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Bayern zugeordnet. Die Landesstelle wird vertreten durch ihren Leiter, Dr. Dirk Blübaum.
Tel. +49 89/2101400
E-Mail: landesstelle@blfd.bayern.de
www.museen-in-bayern.de
USt-ID: DE 811335517


Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. Dirk Blübaum, Anschrift siehe oben

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